326 II. Briefe zu Beförderung
gauäst nlrnn; diesen fünften Rathschluß empfingsie vom Himmel und haucht ihn dem Geiste der Zeitein —
^iuire guereutein ladoresllouio reereat autro.
Hold und schön klingen mir hierüber die Töneder Alten, und ich wünschte, daß wie einst demHoraz so auch mir die Muse des Simonides, Al-caus, Stesichorus noch ertönte *). Aber sie liegtim Staube, und wir müßten uns nur an dem, wasder Vergessenheit entrann, den Geist erheben und dasHerz starken. Mit unbeschreiblicher Freude habe ichin diesen Tagen jenes feine Echo der Griechen,den Horaz, gelesen und wiedergelesen. Er lebte ineiner kritischer» Zeit als wir leben, war mit Glückund Person an August und Macen gefesselt; undwie edel, wie stolz und unterrichtend ist seine Muse!Sie bricht die Blüthe der Zeit und schwebt auf denFittigen ihres reinsten Lufthauches.
*) Anspielung auf Horaz Ode g. B. ß..dsou si priores lVlaeouius teuerLeäes Hoiuerus, kiuäaricas latent,lloasc^us et ä-leaei luinaces,Ltesivlrorigus graues cauioeuas.