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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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324 H> Briefe zu Beförderung

11 .

Wie kommt es, m. Fr. , daß unsre Poesie, ver-glichen mit der Poesie älterer Zeiten, an öffentliche»Sachen so wenig Theil nimmt? Die Poesie derHebräer in den heiligen Büchern ist ganz patriotisch;die Poesie der Griechen nach ihren Hauptartcn nahmin den besten Zeiten sehr vielen, die Poesie der Rö-mer einen bei weitem schon geringeren Antheil anöffentlichen Begebenheiten und Geschäften. Seitdemxndlich die Barden und Leiermanner ziehender HeereTrompetern und Paukern ihre Stellen überließen,seitdem

Doch sofern beantworte ich mir die Frage selbst,auf die ohnedem andre bereits geantwortet haben. WiekommtS aber, daß auch seitdem die Dichterei gedruckteKunst ist, ihr Antheil an der gemeinen Sache zuverschiedenen Zeiten so ungleich gewesen, und jetztsogar gcring*zu fepn scheinet? Mehrere tapfere Ge-dichte auch aus unscrm Vaterlands von Luther,Opitz, Log au, und Nach einem großen Sprungeder Zeiten von Kleist, Gleim, Uz, Klop stock,Slollberg, Bürger u. a. sind uns in Herzund Seele geschrieben; ist diese Muse anjetzt ent-schlafene Oder hat sie, wie Baal, etwas Andereszu schaffen, daß sie vom Geiste der Zeit nicht erweckt,das Geräusch um sich her nicht höret?

Mich dünkt, so ist cs; sie hat etwas andereszu schaffen: schlagen Sie darüber die neuern Dichter»ach. Und doch erwarten wir, wenn wir von einem