der Humanität. 26^
müßte , in welchem sie der Menschheitdienten. Bei Crugot z. B. sind seine Pre-digten vom Verfasser des Christen inder Einsamkeit nicht genannt, mit denen erdoch, zumal im zweiten Theil, seinen Zeitgenossenso weit vorschritt. Crug 0 ts wenige Schriftenverdienen zu blecken, so lange die Deutsche Sprachebleibt; und es war mir ein angenehmer Umstand,hier zu finden, daß Carm er den Christen in derEinsamkeit zum Druck gefördert habe. Wie nun?sollte der hclldenkcnde, liebenswürdige Mann, dessenMoral so ganz die reine Humanität Christi athmet,ohne hintcrlasscne, des Drucks würdige, Schriftengestorben seyn? Und sollte. Carmer, sollten diezwei Prinzen und die Prinzessin, die, wie die Bio-graphie sagt, ihren Verdienstvollen Lehrer in ihn,ehrten und liebten, sollten die Freunde, die ihnnäher kannten, dies Geschenk für Welt und Nach-welt verloren seyn lassen? Ich hoffe nicht: denn
nebst Sack und Spalding war Crugot nichtnur in jenen Gegenden, sondern für Deutschlandüberhaupt einer der ersten Verbreiter des guten Ge-schmacks und einer Hellen Philosophie im Kreise sei-nes Berufes. Er muß nicht todt sepn; sondern erlebe?
3 . Da schwerlich etwas langweiligeres, als einunbestimmtes Lcichenlvb seyn kann: so sind eben diezartesten Saiten des menschlichen Herzens auch hier,wie mich dünkt, aufs leiseste zu berühren. Fami-lien-Freundes-Privatsituationen, wenn sie nicht aufeinem Hellen Detail beruhen, ertragen in allgemeinenAusdrücken selten ein langes Lob; man Überschläge»