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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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26a II. Briefe zu Beförderung

Neides oder des übermüthigen Stolzes gleich fern,aber die edle Eifersucht auf alles Gute, Nützliche undSchöne, dessen die menschliche Natur fähig ist, seyunsre Göttin!)

5 . Ist Ihnen irgend ein Mitbürger bekannt, derneulich eine würdige Handlung gcthan hat, welchePreis und Nachahmung verdienet? Oder der ei-

. nen Fehler begangen, welcher uns zur Warnungund zu dessen Vermeidung dienlich scyn kann?

6. Welche unglückliche Wirkungen haben Sie neu-lich an der Unmaßigkeit, Unvorsichtigkeit, ander Hitze oder irgend einem Laster oder Thorheitwahrgenommen? Welche glückliche Wirkungenhingegen haben Sie von der Nüchternheit, Klug-heit, Mäßigkeit, oder irgend einer andern Tu-gend erfahren?

(So fragt ein Lehrer der Humanität: so fragejeder Vater und Hausvater die Seinen. Wie weitwaren wir gelangt, wenn über alle Fehler und Tu-genden der Menschen, in Beziehung auf ihre Fol-gen, nur so klar und unbewunden gesprochen werdenkönnte, als wir bei uns gedenken. Was die falscheBescheidenheit oder gar eine dcmüthige Heuchelei hierVerschweigt, das entdeckt und übertreibt dort einekecke Lästerzunge desto arger. So wird endlich derSinn der Menschheit verrückt, und das moralischeAuge geblendet. Alles scheint uns natürlich, nurdie Natur des Menschen nicht, deren Weisheit undThorheit mit ihren klaren Folgen, unanschaubareDinge, unaussprechliche Rathsel bleiben sollen. Und