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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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258
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258 II. Briefe ;u Beförderung

lebendiger Ansicht menschlicher Dinge entspringenmüssen und dahin wirken. Schrift und Rede ist bejuns oft zu weit von einander getrennt; daher sindBücher oft Leichname oder Mumien, nicht lebendig-beseelte Körper. Griechen und Römer, auch unterGalliern und Britten die erlesensten Schriftstellerwaren sprechende oder gar handelnde Personen; derGeist der Rede und Handlung athmet also auch inihren Schriften. Ueberhaupt äußert sich in den ent-scheidendsten Fallen der wahre Geist der Humanitätmehr sprechend und handelnd, als schreibend. Wohldem Menschen, der in lobwürdiger und angenehmerlebendiger Geschichte lebet!)

3. Hat irgend ein Bürger nach Ihrem Bewußtseinneulich in seinen Verrichtungen Fehler begangen ?und was war nach Ihrer erhaltenen Nachrichtdie Ursache davon?,

4 . Haben Sie neulich vernommen, daß irgend ei-nem Bürger etwas besonders geglückt sey? unddurch welche Mittel? haben Sie z. B. ge-hört, auf was Weise ein jetzt reicher Mannhier oder sonst irgendwo zu seinem Vermögenkam?

(Fragen, die in einem aufstrebenden jungenHandelsstaat von der nützlichsten Wirkung seyn konn-ten, und in keinem Staate unnütz seyn werden, indem Industrie, Erfindung, Unternehmung noch nichtgar ausgetilgt sind. Ein auf den Mitbürger nei-disches Auge schadet sich selbst am meisten; wofindet dies aber mehrere Nahrung , als in despotischenVerfassungen, wo von Schmeichelei, Gunst, Betrug