Gang der Dinge erhoben fühlet, athmet er ein rei-neres Element: er vergißt den niedrigen Kummer,der ihm da und dort das H'erz drückte, wenn er denStrom der Zeit stockend, und sich in einem stehen-den Sumpf gesenkt glaubte. Der Strom der Zeitsteht nie still; jetzt riefelt er sanft, jetzt rauscht ecgewaltig; allenthalben aber wehet auf ihm Othcmdes Lebens. —
In die Gedanken - oder Handlunqssphare andrergrößerer Menschen versetzt, sagte B. , nehmen wirTheil an ihrem Geist: wir denken mit ihnen, auchwenn wir mit ihnen nicht wirken konnten, und freuenuns ihres Daseyns. Je reiner die Gedanken derMenschen sind, desto mehr stimmen sie zusammen;die wahre unsichtbare Kirche durch alle Zeiten, durchalle Lander ist nur Eine. —
Und in diese wollen wir rein eintreten, meineFreunde, fügte A. hinzu, mit ungclhciltem Herzen,mit reinen Händen. Kein Parkheigeist soll unserAuge benebeln; keine Schmeichelei unser Angesichtschänden. Unter uns ist, wie jener Apostel sagte,kein Jude noch Grieche, kein Knechtnoch Freier, kein Mann noch Weib;wir sind Eins und Eine. Indem wir annnS und nicht an die Welt schreiben, gehen wiraller eitlen Rücksichten müßig; warum sollten wirheucheln? Das lohnte der Mühe nicht, die Federeinzutunken; wir dürften sodann nur lesen. —
Lesen! sagte das ganze Ehor, und ging in einDetail über das, was jener hier, dieser dort gelesenhatte; alle waren darüber einig, daß es der Seele