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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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244 I' Unternehmungen d. vergang. Jahrhunderts

In Tagesgluth dem matten Wandrer zu.

Wenn Er aufblühet, sinkt die Sund' ins Meer,Reinheit des Herzems kehret zu uns her;Gerechtigkeit verlaßt ihr Sternenzelt,

Des Fric>dens Delzweig kränzt die wette Welt.

Flieht , schnelle Jahre ! Morgen, steig'empor !Tritts süßer Knabe, tritt ans Licht hervor.

Sieh die Natur, sie ruft, sic ruft dich schon;

Ihr schönster Kranz ist deiner Lhaten Lohn.

Die Wüste fühlt:ich werd' ein Eden seyn!"

Der Dornbusch spricht: ,,ich will ihm Rosen streun."Die Rose Sarons steigt im Duft empor:

Die Luft wird Weihrauch und Gesang und Chor:

Er kommt! Er kommt! .Ihr Eedern neigtdas Haupt; ,

Ihr Felsen bückt euch, die sein Tritt belaubt.

Ihn riefen Seufzer aller Duldenden,

Ihm dankten Thranen der Geretteten,

Ihm grüßt, ihm huldigt der Aconen Lied.

Er kommt: Der Taube hört, der Blinde sieht.

Er gab dem Blinden Licht dem Tauben Lhr,

Den Stummen Lobgesang in vollen Ehor.

Der Lahme hüpft. Kein Armer weinet mehr:

Denn alle, alle Thräncn trocknet Er.

Verfolgung ist nicht mehr, noch Haß und Schmerz,Wer Mensch ist, heilt ein wundes Menschenhecz.Ein guter Hirt ist Er; in seinem Arm,

Am Busen ihm wird das Verlaßne warm.

Ein guter Hirt wird er den Völkern seyn,

Daß Menschen sich einmal an Menschen freun.