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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
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zu Beförderung eines geistigen Reiches.

oder so hohlen und leeren Sinn, dnß man oft fra-gen möchte:ist denn die Welt, ist unser Leben dieseBretterbude?" Und wie spricht man darüber?

Jsts dem Staat nicht gleichgültig, welche Sit-ten und in welcher Tendenz sie öffentlich aufgeführtwerden, so auch nicht, welche Schriften manheimlich lese. Eensuren wirken hier wenig,wohl aber unmerkliche Sichtung der Lesebi-bliotheken Einverstand mit honetten Buch-händlern i» Ansehung der Einfuhr fremder Schriften,und Vorsorge, daß man honette Autoren habe. AnSinesischeli Schriften hat sich noch niemand geärgert;wohlan! Jedes schlechte Buch sei für uns Sinesischund Malabarisch.

Was in Sitten auf die Gesellschaft am meistenwirkt, ist nicht Lehre und Befehl, sondern Vor-bild, Beispiel, Gewohnheit, Mode.Manche Dinge hielt man für unmöglich, bis mansie sah; jede autonvmische Gesellschaft war zuersteine Erscheinung, bis sic ihr Dafevn bewährte.So auch die Sitten jeder dieser Gesellschaften; dasSchwerste ward in ihnen leicht, das Unangenehmezur Lust, das Unmögliche möglich wodurch ? DurchNacheiferung, durch Gewöhnung.Gu-ter Sitten Stifter!" ein edler Name!Schweigend durch sie auf die Nachwelt fortwirken,ein hohes Verdienst! Wie Laster und Unarten zurMode werden können, warum sollte es nicht auchFleiß, W o h lanst ä ndi g ke i t, Zucht, Ur-banität werden? zumal ihr« Ausübung selbst sichempfiehlt und fortwährend lohnet. Gute oder schlecht«Sitten sind wie Li« reine oder eine verpestete Lufti