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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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2oo I. Unternehmungen d, vcrgang. Jahrhunderts

ihm werde unwohl, wenn er nn sich hastet." Weß-he»b aber wird ihm unwohl? Weil er Kräfte in sichfühlt, die auswärts streben, ausser sich also ihrZiel und Ende, ikice Beruhigung finden. Mit tau-send Banden ist der Mensch an die Welt geheftet;mit sich selbst beschränkt findet er sich im engstenGefängniß. Wer ihn also losmacht von sich selbst,wer seinen Kräften ein freies, munteres Spiel ver-schalt, der ist sein Gott, sein Erwecker. Und spielteer auf ihm wie auf einem Instrument; wenn dieFlöte tönt, wenn seine innere Saite klingt, ist ihmwohl; er läßt sie spielen. Daher daS Vergnügendes Volks, in Enthusiasmus gefetzt zu werden; da-her der Trieb und die Freude enthusiastischer Geister,andre zu begeistern, zu inspiriren.

Was hatten in älteren Zeiten die Propheten undPoeten, was in neuern die Schwärmer, die Wie-dertäufer, die Methodisten davon, daß sie mit Ge-fahr und Schaven, mit Schweiß und Mühe, Länderaufregten und andrer Menschen gewöhnliche Ruhestörten? Selten oder nicht immer wenigstens, waräußere Ehr-, Ruhm-, Geldsucht der aufregen-de Dämon, der sie belebte; vielmehr jene innere,höhere Ruhmsucht, die sie, ihnen vielleicht selbst un-bewußt, andre zu leiten und zu lenken, sie zu erwe-cken und zu beleben ancrieb. Eine höhere Herr-schaft kann nicht gedacht werden, als die überHerzen und Geister. Und könnte es eine höhere Lust,ein innigeres Gefühl seiner Kraft geben als die-ses? Der Allbezwingende wohnet sodann in Aller Her-zen , in Aller Geist, diesen übermannend, jene sanft-verwaltend.