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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
108
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io8 1. Unternehmungen d. »ergänz. Jahrhunderts

Tyrannei von den Fürsten geplündert; das tröstetedann die Völker, ohne daß es ihnen half *).

„Jndeß sah man aus dem Schoos dieser Pla-ckereien und der Verzweiflung den Handel hcrvor-gehn. Die Juden, die einmal nach dem andernaus jedem Lande vertrieben wurden, fanden ein Mit-tel , ihre Effecten zu retten. Eben dadurch verschaff-ten sie sich auch einen sichern Rückhalt: denn einFürst, der ihrer los seyn wollte, hatte, nicht essenauch Lust, sich ihres Geldes zu entaußern."

,,Sie erfanden die Wcchselbriefe; durch diesMittel konnte der Handel der Gewaltthatigkeit aus-weichen und sich allenthalben halren. Der reichsteHandelsmann hatte nichts als unsichtbare Gü-ter, die er allenthalben hin versenden konnte, ohnedaß sie irgendwo eine Spu-r zurückließen."

„So wurden die Theologen gcnöthigt ihre Grund-sätze einzuschranken; und der Handel, den man gc-waltthatig mit dem Betrüge verbunden hatte, kehrte,wenn man so sagen darf, in den Schoos der Ehr-lichkeit wieder zurück."

„Den Speculationen der Scholastiker sind wiralso alles das Unglück schuldig, das den Verfall desHandels begleitete; und dem Geiz dsr Fürsten die

H, Montesquieu führt hier eine Reihe Grau-samkeiten an, die man in England gegen dieJuden beging. Leider machte man es in andernLandern nicht besser; die mittlere Geschichte istsoll dieser Erpressungen und Grausamkeiten.