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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 27 '

jocht, beraubt, plündert und mordet, denen Ihr Landund Verfassung genommen, denen Ihr mit eurenSitten ein Gräuel seyd, zu bekehren? KämeJemand in Euer Land, erklärte Euer Heiligstes,Gesetze, Religion, Weisheit, Staatseinrichrung u. f.auf eine freche Art für das Abgeschmackteste, wiewürdet Ihr ihm begegnen?

Der Europäer. Hier ist der Fall anders. Wirhaben Macht, Schiffe, Geld, Kanonen, Eultur.

Asiat. Haben jene Völker keine Eultur?Mich dünkt, die feinste, die cs im Menschenge-schlecht giebt. Sieh ihre» Körperbau, ihre Physiogno-mie und Lebensweise. Betrachte ibre Sitten, ibreErziehung, lerne ihre Sprache. Lies ihre Dichter,höre ihre Weisen.

Europäer. Nicht weise zu unserm Him-melreich.

Asiat. Dahin wollen sie auch nicht, dafürschaudert sie, wenn sie es in sanfter Bescheidenheitauch nicht sagen. Mit Menschen, die in allen La-stern leben, die fluchen, zanken, Wein trinken,Schweine essen, die Haare mit Thierfett salben u.f.mit solchen wollen sic in keinen gemeinschaftlichenHimmel. Ich dachte, man ließe ihnen den Ihrigen;ihr Paradies, wohin sie durch Barmherzigkeit,Sanftmukh und gute Werke streben, den Himmelder Nahe Gottes, den ihr Volk in allem Gu-ten und Schönen, den ihre Weisen nachsinnendim tiefsten Grunde ihrer Seelen suchen und verehren,Ihn, der Alles belebet, die ihnen sich in jeder Ge-staltung verwandelt darstellt. —