22 I. Unternehmungen d. vcrgang. Jahrhunderts
den? Sind dessen die friedlich-sanften Indier nichtvorzüglich werlh? Ja müßte in ihre stille Seelendie Wahrheit des Christenthums sich nicht aufs leich-teste und tiefste einscnken?
Ferner. Sind sie nicht unter dem Joch ihrerBramaneu, die für sie denken? Umfangen mit demBmmeniepplch zahlloser Götter, zu denen sie wall-fahrten , denen sic .Opfer bringen, meistens zwarBlumenopfer, denen zu Gunst sie sich aber auch diegewaltsamste Bußen auflegcn, und sich lebender Weiselangsam ertödten? Wer hat nicht die armen Büßen-den beiderlei Geschlechts selbst in ihren körperlosenEntzückungen bedauret? Wen hat nicht bei denLeichenbegängnissen, da lebende Weiber ihren tobtenMännern in der Glut Nachfolgen, geschaudert? DerDienst der Bajaderen *) endlich, ihr Vcnus-dienst an Göttertempcln, der ihnen heilige Lingam— Lasset uns, sofern dies Alles eine Bekehrungder Indier durch unsre Christen betrifft, Gesprächehören; ein Europäer und ein Asiat, der beide Thcilekennt, sprechen mit einander:
Gespräche über die Bekehrung der Indierdurch unsre Europäische Christen.
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Der Asiat. Sagt mir doch: seyd Ihr nochnicht davon zurückgekommen, Lölkcr, die Ihr unter-
*) Dienerinnen der Götter, tanzende, singende Weibs-personen.