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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 17

das Recht fehlte: denn der Protestantismus duldetreine Ketzerverfolgung *).

Wie in der Ch r i ste n hei t eine Hoffnungzukünftiger besserer Zeiten je hat verunglimpft undverfolgt werden können, ist fast unbegreiflich. Istnicht das Christcnthum selbst auf diese Hoffnunggebauct? Prophetische Aussichten einer künftigengoldncn Zeit waren da; sie weckten Christum, derals Kind schon darüber fragte und disputirte. Ge-gründet, aber unvollendet ließ er diese Zeiten nach,lehrte darum bitten, befahl auf sie zu wirken, undein Reich Gottes in sich zu gründen. Nur also,geistig und durch Vereinigung vieler Guten, könnees befördert werden, und werde unvermerkt, unab-lässig befördert; es kommt mit stillem Schritte. Je-der Strahl des Lichts, jede herzliche Lhat, jede rei-nere Gesinnung bringt es näher und näher; alleGute wirken dazu, auch ohne einander zu kennen,einverstanden. Nehme man dem Christenthum dieseHoffnung, diesen Glauben; so ist cs selbst nicht

Die sogenannt -Unschuldigen Nachrich-ten sind von diesen Schleichgaiigcn aus alternund »eueren Zeiten, gegen ihre Absichten, treueZeugen. Von 1701 haben sie bis über die Mittedes Jahrhunderts fortgedauert; ein merkwürdi-ges Deposilorium, von Anzeigen, Censuren,Berichten, Colloquien, Gutachten, Klagen,Briefen, Bejammerungen, und echtem Ur-theilen. Der Censorgeist darin war selten L u-thers Geist, daher sich auch der Fortgang derZeit ihm nicht bequemte.

Herders Werke z. Phil. u. Gesch. X. B A-irastea. II,