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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
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4 I. Unternehmungen d. vcrgang. Jahrhunderts

etwas Neuem und Großem bezeichnen; man schmücktesie schön aus, die Pforte der Hoffnung.

Durch die ganze christliche Aera dies zu erweisen,wäre ein zu weiter Gang; in den neueren Jahrhun»dertcn fallen die Wirkungen dieser Jubelfreudesichtbar ins Auge. Welche Bewegungen zu Ende desdreizehnten, zu Anfang des vierzehnten bis achtzehn-ten Jahrhunderts in Geistern und Seelen der Men-schen! Ihnen sind wir Petrarea., Huß, Luther,die Revolution in den Künsten, die Reformation,so manche Anlagen, Stiftungen, Unternehmungen,Entwürfe mitschuldig.

Und in unsrer Zeit wer denkt nicht anden Ausgang des achtzehnten Jahrhunderts mit einemstummen Entsetzen? Seit 1790 bis 1800 geschah,was das ganze Säkulum nicht geschehen, woraufaber Manches langst zubcreitct war- Wie viele Un-glückliche sind aber nicht mehr, die mit dem An-fänge unsres Jahrhunderts eine neue Welt hoff-ten! Politisch und Philosophisch stürmten die Wün-sche, die Hoffnungen zusammen; das avto nomi-sche sollte das neue Jahrhundert heißen, wo jedersich Gesetze gäbe. Sogar eine neue Poesieund Kritik sollte ans Licht treten! ja man glaubtesich schon im Besitz derselben; eine Poesie undKritik, die das zum Vorzüge habe, daß sie sich ankeine vorige Zeit anschlösse, sondern, in er-wählten Menschen unmittelbar vom Himmel gestie-gen, in ihnen leibhaft wohne. Im Jahr i8ng,glaubte man, werde die ganze Welt zu dieser neuenPoesie, Metaphysik und Kritik, ja auf ihren