Erdmuthc wisse; diese wies; ihn barsch ab, aber sie weinte imStillen darüber. Das Unglück kennt einander, nur Klans hattesie erkannt und sie wich ihm nun aus und verbarg sich vor ihm,aber erst als Traudlc ihn bat, ihr Kind in Ruhe zu lasseu, lies;er ab, sic zu verfolgen.
Die Sichelhenkete war in Lustigkeit vorüber. Gottfried hattedie Taglöhncr für die bisherige Arbeit abgelohnt und Grdmutheals „Weischgcfangener" noch ein besonderes Geschenk gemacht.Jetzt kam Traudle mit erneuertem Dränge», aber Vläsi gingzu Grdmuthe, die im Keller Kraut cinjchnitt und fragte sic, wassic mit ihrem Gcldo mache.
„Ich hab's bis auf zwei Gulden dem Traudlc geschenkt,"erwicderte sie und Blast gerietst darob in hohen Zorn und schaltüber Verschwendungssucht und böse Gewohnheiten. Erdmnthelies; ihn anstoben, dann erklärte sie ihm, das; sic eben so gernarm sein möchte als in Ncichthum kommen, und dieses sei ihrnur darum erwünscht, damit sie Anderen ohne Schmälerung desVesitzthumes Gutes thun könne; dürfe sie das nicht und vertraueihr Bläsi nicht, das; sie haushälterisch sei, so verließe sic lieber indieser Stunde das Haus und zöge wieder in die weite Welt undwolle Niemanden sagen wer sic sei. Nun ging es an ein aber-maliges und gründliches Erörternder beiderseitigen Geldschätzung,und Bläsi, der Grdmuthe hatte bekehren wollen, mußte selberbekennen, das; bei der Art, wie inan in seinem elterlichen Hanseallzeit in Augst und Sorge sei, man kein Vermögen besitze, son-dern davon besessen sei und das; cs ein Taglöhner bester habeals ein Reicher, der immer den Ecldschlüstel ans Herz gebundenhabe. Bläsi verstand diese letzte Wendung wohl und er bat nurErdmuthe, seinen Vater nichts merken zu lasten, das; er und sieandern Sinnes seien. Mit Freude gab ihm Erdmuthe die Handdarauf und verhöhnte ihn zuletzt noch völlig, indem sie sagte:
„Ich will dirs nur gestehen, ich Hab mein Geld noch, undHab nur zwei Gulden dem Trandle geschenkt; aber weil du michso mißtrauisch gefragt hast, Hab ich grad umgekehrt gesagt; du