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wendete sic querfeldein, denn sie sah einen Landjäger des Wegsdaher kommen, der Landjäger sprang ihr über den Graben nachund sie sank vor ihm auf das Stoppelfeld.
„Fang mich, bind mich, ich will nichts mehr von ihm, garnichts, nie mehr, nie," rief sie.
Der Landjäger, der Niemand anders war, als der BruderZilge's, stand wie verwirrt, und als jetzt Scb herbeikam, schrieZilgc gellend auf und wühlte ihr Antlitz in den Boden.
So wäre also doch wahr, was man schon lange geahnt hatte,war Zilge irrsinnig?
Ei» leerer Wagen kam des Weges. Zilgc ließ sich lautlosvon den Männern auf denselben tragen, nur zuckte sie bei jederBerührung Scb's elektrisch zusammen. Ein Thcil der Lumpenwurde ihr als Kissen untcrgelcgt, mit dem andern deckte man siezu, denn cs schüttelte sic ein Ficberfrost.
Seb hatte schon im Spätherbst wieder in die neue Welt zu-rückkehrcn wollen, jetzt war er mit schwerem Leid in dcrHcimathgefangen; schrecklich war's, blieb er in derselben, aber noch schreck-licher, zog er mit der zwar nicht Irrsinnigen aber im unbezwing-lichen Widerwillen gegen ihn Gefangenen in die Fremde.
Seb hatte den Leuten nicht geglaubt, das; seine Frau irr-sinnig sei, und man hatte ihm das auch bald wieder ausredcnwollen; jetzt kam abermals Jedes darauf zurück, aber Scb wehrtecs ab. Es wäre viel leichter gewesen die unbegreiflichen LaunenZilge's zu ertragen, wenn sie Krankheit und nicht eine Herzcns-liärtigkeit waren, aber Seb war ehrlich genug, sich keine un-wahre Erleichterung zu verschaffen, und in dieser Aufrichtigkeitfand er wieder einen neuen Trost; mit Milde und unzerstörbarerLiebe konnte er eine Hcrzcnshärtigkcit lösen, nicht aber einenIrrsinn. Er übte unsägliche Geduld an Zilgc, er warb um jedenBlick, um jedes Wort, jede Handreichung mit einer nachhaltigenGeduld, das; ihn das ganze Dorf darob lobte.
Er war glücklich wenn er ihre Hand berühren durfte undals sie einst von selbst seine Hand fasste, küßte er die ihre.
Ostmals sah sie ihn lächelnd an, dann aber wendete sic rasch