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freie Feld. Es war Franzseph; er hatte aber, wol um sich nichtso rasch kenntlich zu machen, eine andere Kopfbedeckung und zwardie pclzverbrämtc Pudelkappe seines Vaters. Er athmete laut undhielt auf seinem raschen Gauge oft ein, hinaus lauschend, ob ernicht fremde Schritte höre, aber es lies; sich nichts erkunden, nurHeimchen und Heuschrecken in Busch und Gras hörten in dermilden Nacht nicht auf zu zirpen. Gegen Norden stand die Nacht-dämmcrung, deren lichter Schein von der Mitte Mai bis MitteAugust am Himmel nicht verschwindet. Franzseph ging nachdieser Seite hin und es war ihm als schritte er hinein in denTag, und nur wenn er sich umkchrtc, sah er die volle Nacht.Franzseph nahm d'ic Sense, die er bisher in der Hand tief amBoden gehalten hatte, frei auf die Schulter und schritt muthigvorwärts. Wie leise flüsternd wiegte sich das Korn am Weg undsog den bald letzten Nachtthau ein, der ihm noch beschicken war;das wächst und gedeihet still während die Menschenhände ruhen,die es gcsäct und bald wieder einsammelu. Was raschelt dort inden Halmen und kollert jetzt den Wegrain hinab? Es ist wol einIgel, der nächtig auf seine Nahrung ausgcht. Dort im Gebüschewinselt und klagt es, das sind Stimmen verscheuchter Vögel,denen ein Marder, ein Wiesel Eier oder Junge geraubt. Dasganze Leben der Thiere ist Suchen der Nahrung, der Menschaber bereitet sie durch die Arbeit. Franzseph faßte seine Sensefester. Jetzt ging der Weg eine Strecke über die Landstraße, wohüben und drüben rcichgestütztc Obstbäume standen, und wie vonunsichtbarer Hand gepflückt fiel bald da bald dort ein frühreiferoder wurmstichiger Apfel nieder, kollerte auf der harten Straßeoder fiel dumpf in das weiche Gras. Die Obstbäume, deren festerStamm das Menschenleben überdauert, bedürfen nur Schutz undStütze von Menschenband und erzeugen von selbst die Frucht;das Brod aber, des Menschen viclbereitete Speise, reist nur inmühsam bearbeitetem Boden auf alljährlich sich erneuendemStengel.
Wie war's jetzt in einsam stiller Nacht, als ob alles Ge-wohnte rings umher seltsame Worte spreche und eine Offenba-
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