Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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hingcgcbcne Leben. Auch von Madlenc wollte Franzseph nichtsmehr wissen, wie von sich selbst nichts inehr. Eben wollte er auchdie Gabel den davonschwimmcnden Wieden nachwcrfen, da riefeine Stimme:

Franzscph was machst?" und Madlcne stand vor ihm.

Ich faullenze," cntgegnete der Angeredcte trotzig; das Mäd-chen aber faßte seine Hand und wehrte ab:

Sag das nicht, du thust dir Unrecht."

Ich? wer thut mir Unrecht? Ich heiß das Liederlichste aufGottes Erdsboden und will's auch sein. Glaubst du nicht auch,das; ich faul bin?"

Nein, Gott ist mein Zeuge, das; ich das nicht glaube. Las;du die Leut' sagen, was sie wollen, ein Wort beißt nicht. Ichweis; bester wie du bist. Du kannst dich nur vom Soldatcnlebcnher noch nicht in unser Geschäft finden. Ich sch dir's schon seitein paar Tagen an, du willst jetzt in der Ernt' zeigen, was duvermagst; aber ich bitt' dich, Überschuss dich nicht, du bist's un-gewohnt und man hat eine Krankheit weg man weis; nicht wie,thu's mir zu lieb und schon' dich."

Im Innersten betroffen und erschreckt schantc Franzseph auf.Noch vor wenigen Augenblicken hatte er in selbstzcrstörcndem Un-inuth diese Liebe verleugnet nnd jetzt, richtete ihn ihre Zuversichtstraff auf; er blinzelte mehrmals rasch mit den Augen und wieangernfen sprang er dann Plötzlich den davongcschwommencnWieden nach, watete in den Bach und holte sie auch richtig ein.Jetzt konnte er sich das Angesicht von de» aufgcspritztcn Tropfenabwischcn nnd alle Düsterheit war plötzlich davon weggcnommcn.Madlcne hatte diesem verwunderlichen Thun betroffen zugcsehen;sie litt unsäglich unter der Feindseligkeit zwischen Franzseph nndihrem Vater. Sic verkannte das hcrrschsüchtige und geizige We-sen ihres Vaters nicht, aber auch das müßige Eehenlassen Franz-scphs war ihr deutlich, uud so sehr auch Feindschaft zwischen denBeiden waltete, sic wußte doch, daß sic in Gedanken nicht voneinander lassen, denn Beide waren stolz und das verband siedoch. Der Vater verbot ihr nie ausdrücklich den Umgang mit