Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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der kann das nicht ändern. Das ist alte Satzung, die gilt inEwigkeit."

Wie ganz anders erwachte Alban. Eine innere Beseitigungdurchströmtc sein ganzes Sein und er trat in die gewohnteWeltmit geweihtem prophetcnglcich geklärtem Herzen.

FclduitM'.nk lind Soimcnwcndc.

Der Oheim Dekan war unwohl und erklärte den Markungs-umgang nicht mitmachcn zu können: der Vater und Vinzenzstanden indes; bereit und gewaffnct dazu, denn jeder trug dieübliche Handart im linken Arme, auch Alban musste sich einesolche holen, und als er damit wieder kam, hieß ihn der Vaterden Qucrsack aufnchmen, auf dessen einer Seite Speisen aufder andern mehrere gefüllte Weinkrüge waren. Alban wußtenicht, ob das Tragen des Mundvorraths eine Pflicht des Lehn-holden oder des Abgcfundcnen war.

Alles hatte heute wiederum etwas eigcnthümlich Feierlichesund Ecremoniellcs. Der Vater reichte der Frau und Amcile dieHand zum Abschiede, und als er dem Dekan die Hand reichte,sagte dieser sie haltend und die Linke auf die Schulter des Bru-ders legend:

„Dein Ausgang sei in Gerechtigkeit und dein Eingang inFriede."

Die Zurückgebliebenen standen unter dcr Thürc und schautenden Weggehenden nach; aber schon im Hofe gab cs einen kleinenAufhalt. Vinzenz wollte seinen Hund, den Greif mitnchmcn: derVater wehrte ihm das strenge und er mußte etwas Verwunder-liches und Herausforderndes im Blicke Albans bemerkt haben,denn er sagte zu diesem gewendet:

„Wer im Herzen spottet über das was heute geschieht, derist ein schandbarer Mensch, vor Gott und der Welt verdammt.Unsre Väter und Urahnen haben's so gehalten, und das ist hei-liger Brauch."

Unter dem Hofthore stand der Furchenbaucr noch einmal