440 III. Recensionen.
zwischen giebt es Stufen; also ein Maas; diesMaas bestimmt das „tantuirr, Soviel weiß, So-viel erkenne ich, Soviel kann und soll ich thun."Dieß Soviel ist das Ur- und Eczmaas, der Ar-chim eter unsres Verstandes und Willens, unsrerHandlungen und Kräfte; mittelst seiner ordnen sichWissenschaften, Künste, Einrichtungen unsres Ge-schlechts; mittelst seiner entsteht auf der höchstenStufe eine PanHarmonie, eine All-Einstim-mung des Universums, die den Sinnen, dem Verstände,dem Willen der höchste Genuß und Lohn ist. Ohne dießMaas der Dinge schweben wir in Nacht undDunkel, dichten Traumen, schwätzen, rasen, betäu-ben uns selbst und die Welt, machen uns und an-dere unglücklich.
Man stehet, daß in seinen Grundzügen diesSystem das älteste, ja eben dir Wahrheit ist, diedurch Mißgriffe und Träume dieß- und jenseits ofttraurig genug erprobt worden. Protag oras schonnannte den Menschen das Maas des Universums;außer uns haben wir kein anderes, uns denkbar.Mit diesem Maase sind wir aber auch reich versehen;das Universum stimmt zu uns; wir stimmen zumUniversum. Und was wir in ihm zu empfinden, zuthun, zu leisten haben, ist von der Natur, mittelstunsrer Natur, wo diese recht angewandt wird, so be-stimmt, daß wir fast nicht fehlen können, indemuns nur die Vernachlaßigung des Soviels, tan-tuin! irre macht, und zu Thorheiten oder Tollheitenverleitet. Eine genaue Bemerkung dessen, „wieviel weißt du? wie viel kannst, darfst, mußttu wissen, haben und anwenden, um Dieß zu thun,