„Weil der Philosoph nie die Absicht Hot, selbstSchwarm zu machen, sich auch nicht leicht an einenSchwarm anhangt; dabei wohl cinsieht, daßSchwar-mereyen nur durch Schwärmerei) Einhalt zu lhuuist: so tbut der Philosoph gegen die Schwärmerei)
— gar nichts. Es wäre denn, daß man ihm dasfür Bemühungen gegen die Schwärmerei) anrechnenwollte, daß wenn sie spekulativen Enthu-siasmus zum Grunde hat, oder doch zum Grun-de zu haben vorgibt, Er die Begriffe, worauf esdabei ankommt, aufzu klaren und so deut-lich als möglich zu machen bemüht ist.Freilich sind schon dadurch so manche Schwarmercyenzerstoben. Der Enthusiast und Schwärmer sind da-her auch gegen ihn sehr erbittert. Sie möchten ra-send werden, wenn sie sehen, daß am Ende dochalles nach dem Kopf der Philosophen geht und nichtnach ihrem." — Eine Geschichte der Kirchcnschwär-mcrey, wie jeder andern Schwarmcrey, kann undsollte nichts anders, als eine dergleichen au sh ei-lende, philosophisch-ruhige Geschichteseyn. Alles, was geschah, hatte seinen Grund;auch jede Verirrung des menschlichen Verstandes,jede falsche Anhänglichkeit des menschlichen Herzens.Naturbegebenheiten erklärt man; vor gefährli-chen Naturbegcbenheiten sucht man sich und andrezu sichern; tadelnder Spott bewirkt keins vonbeiden. —
Wahrscheinlich werden noch zwei Bande diesesWerks folgen. Wenn der Vcrf. aus seinem Wegeso fortgeht: so gewinnt die Geschichte nichts; dererörternde menschliche Verstand auch wenig. Leichte