historisch - philosophischer Schriften- 32 g
So'eine Altweiber-Deposition sie ist, so zeigt sicoffenbar, daß weder Ruclulxkirrs noch Osrvasiusvon mehr als Einer Reception im Orden gewußthaben.-
Ich bin des Widerlegens müde, und da derAutor Key Erörterung der andern Beschuldigungen,die man den Tempelherrn gemacht hat, mir nichtglücklicher scheint; da er sogar den nahen histo-rischen Grund der Anklagen, der im Jahr-hundert selbst liegt, und ohne den viele Punk,te gar nicht einmal verstanden werden können,durchaus verfehlt hat: so erlauben Sie mir, diesenschlicht hcrzufttzen. Die Deduction aus gnostischenSeelen fallt damit von selbst, weil die Anklagen sichaus der nächsten Quelle so gar wörtlich undgenetisch erklären.
Mit dem Anfänge des eilften Jahrhunderts thatsich in Italien, insonderheit in Frankreich eine Sek-te hervor, die groß Aufsehen machte *). Man hießsie Manichäer, Ketzer (weil sie sich Kathari.Reine nannten), und gab ihnen viel ManichäischeLehren Schuld, insonderheit, daß sie nicht an Gott,sondern an den Teufel glaubten, der dieWelt geschaffen, die Erde grün, dieBaume wachsend mache**) u. s. f. Man
') Die fleißigsten Untersuchungen über diese Sektensind in Füßli Kirchen - und Ketzerhistorie derMittlern Zeit, Frankfurt und Leipzig 1770. ob-gleich etwas zerstreuet und unordentlich zu finden.
") Dzr Autor sagt: „diese Beschuldigungen müßten