historisch-philosophischer Schriften. 227
sagt *): „Gewiß ist's , daß die Tempelherrn in der„zweyten geheimen Ausnahme noch einen„leinenen Gürtel bekamen: dieser Gürtel war das„Zeichen einer neuen und geheimen Ritter-„schaft, und sollte sie beständig an das erinnern,„wozu sie sich in der geheimen Aufnahme ver-bindlich gemacht hatten." Den leinenen Gürtel be-kamen alle, auch die dienenden Brüder**), diekeine Ritter waren und nie wurden. Sie beka-men ihn bey ihrer ersten und einzigen Aufnah-me, nicht zum Zeichen einer geheimen Ritter-schaft: sondern als Andenken ihres Gelübdes derKeuschheit, daher sie ihn auch die Nacht nicht oble-gen , und auf dem Hemd oder um den bloßen Leibtragen mußten. Einige nannten ihn den Gürtelvon Nazareth; cs waren aber eigentlich aov-änlas, leinene Schnüre.
Aweytens. Der Orden hatte Ordensprie-ster, die sich auch in Kleidern unterschieden, undeigentlich keine Ritter (militso) waren. Es ist son-derbar, wenn unser Autor es dem Großmeister zurLast legt ***), „daß der ssrater Lresch^tsr im„Kapitel wie eine Bestie gestanden, und sich in nichts„eingelassen, als daß er nach gehaktnem Kapitel den„Psalm gesprochen habe." War der Priester einDummkoxf, so mußte er auch, wenn von Geschäft
*1 S. gh.
**) S. alle Aussagen im Imerrogaroins hinterAIenarä ' s Hist» äs Kirmes.
**') S. bg.
/