historisch - philosophischer Schriften. 809
dcrheit durch Zauberen erfunden und ausgebreitet hat-te, wie so manche Geschichten*) und Kicchengeschich-ten noch bis über die Reformen on hin glaubwürdigbesagen. Der heilige Niklas that auch im BildeWunder; der gottlose Malomed konnte auch imBilde nichts als verfluchte Zaubereien treiben ;und so ward denn auch im Verhör der Tempelherrnjene ki § rrrs tsrridIs des Baphemctus,die dem leibhaften Teufel ähnlich sah,und vcn dem ehrenhaften Bruder, der's aussagte,nicht anders, als der — Gott sey bey uns!dcr böse! (irwrrle) genannt**), auch im lateini-schen Protckoll des Nachdrucks wegen so ausgezeichnetwerden mußte. Das kann nun unser Autor nichtwohl begreifen, und sagt ganz im Ernst***): „Die
„Arbeit des Bildhauers müsse so schlecht gewesen„seyn, daß das Bild eher einem Kobold als einem„Menschen ähnlich gewesen." Dem leibhaften Teu-fel sah's ähnlich, den man damals sehr gut kannte.Ein Unhold, ein Satans köpf war's, wie sci-
*) In des ^Irrmro kabricn ckel monclo: die ib8rgedruckt ist, steht der lVluecwmeto als Zauberersäst oben an. Die alten Kirchengeschlchtcn, wo er^ als Zauberer vorkommt, sind bekannt.
**f O. Orr - kreis Oistoire <le In aoiräerrrii» ckaskempl. Lrrrssel. 1728. p. 87. Ucber das Wortmurrks s. lVIeriage cliarioii. etvirrol. p. H.90. llrr6airgs zum 7 oinvrlle p. ro6. Es heißt nichtKobold, sondern Unhold, ein Synonym desTeufels.
***) S. g».