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H. Nachlese
schichte der Deutschen in ihren letzten Thei-len ausgenommen haben. Sie ist, wie man sagt,schonend geschrieben; ich wollte wissen, wer inunsrer Lage der Dinge, auch auf der Gegenseite,von den Zeiten M a ri m i lia n s an , eine ganzunpartheyische Geschichte Deutschlands zu schreibenwagte? Das eben benannte Werk indessen ist in sichselbst beständig; cs ist mit großem Fleiß, nichtohne Wahrheitsliebe, und mit einem heitern, ord-nenden Blicke verfasset; wer's besser machen kann,wache es besser. Er schreibe eine Geschichte unsrerNation, eine Geschichte der Deutschen.
Eine Geschichte der Deutschen?Wer sind diese? Sind's die Deutschen, die T a-citus beschreibet, oder die Vandalen in Afrika, dieSueven und West-Gothen in Spanien, die Rügen,Herulen, Ost-Gothen und Longobarden in Italien,-tste Burgunder und Franken in Gallien, die Angelnin Britannien, oder gar die Picten in Schottland,die Skandinavier in Norden, die der Geschichtschrei-ber beschreiben soll? Wir schätzen alle des gelehrtenMaskov's Werk *), aber als eine bloße Anti-quität au s ge wander ter Völker. UrtheilcnSie, ob aus diesen Zeiten für uns viel mehr, alsvon ihm und andern geleistet worden, zu erwartenstehet?
*) Geschichte der Deutsche», Leipzig 1726— 37. D. Antons Geschichte der Ger-manen verdient diesem Werk in vieler AbsichtLeigcsügt zu werden.