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II. Nachlese
I. Die Franken waren deutsche Völker, die,»wie ihre Brüder, nichts als Freiheit und freiwilligeVereinigung, also Landstande kannten. Frcimannwar jeder einzelne Deutsche: sein Haus ihm Eigcn-lhum und Wehre; Er, der Wehrfester: Kinderund Knechte, Hintersaßen und Anwohner (Sklavenkannte er nicht) sein Volk, wofür er zu stehen hat-te: seine Vereinigung zur Republik also in Friedeund Freiheit. König und Herrn erkannte er nicht:Macht über Gesetze, Leib, Leben und Tod könnt'er sich nicht denken. Friede war das Urwort ihrerInnungen, Willkühren, Sprachen: seine Gesetzewaren lange von ihm selbst bewilligte Gewohnheiten,über die er nur als ein Freimann von seinesgleichenkonnte gerichtet werden, und wenn er gerichtet wur-de, waren seine Vergehen nur Brüche eines vonihm selbst bewilligten Friedens, seine Strafe undAuskommen ein ehrliches Wehrgeld, mit dem erzugleich, als einem Mittel der Gesammtbürgschaftnach Stande, Werth und Verhältnis zur allgemei-nen Sicherheit geschätzt wurde. Immunität warZeichen des Unwerths und Ausschließung aus derGemeine: nur Feigheit und Verratherei warentödtend.
Der Krieg schuf von selbst edle Geschlechter;aber auch die waren dem Wehren nicht unterdrük-kend. Sie waren Begleiter des Edelsten, des Kö-nigs, oder des Tapfersten, des Feldherrn, ihre Vor-züge also Dienste, ihre Ehrenzeichen Livrei. Alsoals Glieder eines Einzelnen standen sie auch in derNationalversammlung mit ihm, den Wehren nurzu Seite, die den Körper der Nation ausmachten,