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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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historisch-philosophischer Schriften. 197

Drittens. Die Südwelt dagegen hat eineBeschaffenheit, die eben so sehr befremdet. Imsüdlichen Amerika sind keine Rhinoceros- keine Ele-phanten-Gerippe gefunden worden; das Land hattealso nicht nur selbst keine, sondern sie kamen auchaus Nordamerika dahin nicht hinüber. Kein Rcnn-thier, kein Bison, kein kanadischer Hirsch findet sichauf seinen Schneegefilden: die untern Wüsteneien

der Andes haben wenig oder keine größere Landthie-re. An Wasser fehlt es der letzten Landstreckc Ame-rika's eben so sehr; die tapfersten Rationen müssenHunderte von Meilen Moräste suchen und zum Lheilvon Feldratten leben. So schone Striche die Küsteder Hottentotten hat; so ermüdet - durstig reiset manmit Sparrmann auf der mittleren Wüste ihresstromlosen Landes. Wie sehr cs Neuholland, einemWelttheil groß wie Europa, an Flüssen, an Was-ser, an Landthicren fehle, ist bekannt; tiefer hinab(indeß noch weit über den Polarcirkel) zeigt uns dieNatur schon ihre ganz nakten Felsen. Woher dies?Woher, daß die gesammte Südwelt in allem soweit nach ist, arm an Landern und fruchtbarer Erde,arm an Strömen, trotz ihrer Berge / arm anLand-thieren, trotz ihres zum Theil schönen Klima? Neh-men wir diese drei Paradoxe zusammen: so hörtalles Paradoxon auf. Die Nordwelt rückt herunter:so erklären sich ihre Elephanten und indischen Krau-ter: so tritt das feste Land in seiner größesten Brei-te um die Linie: so streckt sich nach ihr auf demvbern Hemisphär die Höhe der Berge: die Süd-welt mit ihren nackten Spitzen, mit ihren kahlenGebirgen, mit ihrer tobten Gestalt rückt naher demSüdpol zu; mithin ist alles erklärt. Auch wird