großer und weiser Männer. »sä
recht gebunden und simplisicirt sind: man stelle die
Künste und ihre Theile mit mehrerm Berhältniß ge-gen einander, als sich bcy dem ersten Ucberblick ei-nes Labyrinths von Gedanken und Worten lhun ließ;insonderheit führe man auch die Begriffe der Kunstgenetischer in ihre Geschichte, und scharfehie und da, was bey S. zu rund, zu allgemeingesagt seyn möchte. Das Werk, wie es ist, istein Denkmal des philosophischen Sinnesder Deutschen; mit la Combe und ähnlichenBüchern so wenig zu vergleichen, als der Pallastmit einer Marktbude. Wenn man Sulzer zum Theilstrenge beurtheilt bat, so kams davon her, daß manihn nach seinem eignen Plan beutthcilte, und indiesen hohen Ideen lange aufs Werk gewartet hatte;kurz weil man ihn als Sulz er beurtheilte. Jetztist wohl niemand in Deutschland, der den Werthseines Buchs verkenne; und auch selbst die Män-gel desselben, daß Sulzer sich mehr auf dem Wegedes schlichten gesunden Verstandes hielt, als nachHohen und Abgründen der Spekulation einzelner fei-ner Begriffe umherklctterte, sind zum allgemeinenGebrauch des Buchs Empfehlung. Die schönstenArtikel in ihm sind auch psychologisch und pä-dagogisch; hierunter sind manche, die ganze Ab-handlungen der Akademie gelten möchten. In die-sem Werk ist Sulzer eine ganze Akademie selbst.
In den letzten Jahren seines Lebens that derkranke Weltwcise eine Reise durch die schönsten Ge-genden Europens, um noch mit den letzten Blickender Dankbarkeit die Schönheit einer Natur zu ge-nießen, die er in seinen frühem Jahren so wahr^