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Gällerie
aber, es wären freinde, zum Thcil einförmige undschwere Gedanken, die in Deutschland Nicht soseicht allgemeinen Eurs finden konnten. Jetzt kamLessing. Sowohl an Witz als in Gelehrsamkeit,an Talenten und im Ausdruck war er beinah Gott-scheds Antipode, Von den Schweizern nützte er ihreBelesenheit und ihr gründlicheres Unheil; er Über-preis sie bald in beidcrm Am meisten aber über-traf er sie und alle seine Vorgänger in der Gelen-kigkeit des Ausdrucks, in den immer neuen undglanzenden Wendungen seiner Einkleidung undSprache, endlich in dem philosophischen Scharf-sinn, den er mit jedem Eigensinn seines mun-tern, dialogischen Styls zu verbinden, und diedurchdachtesten Sachen mit Neckereiund Leichtigkeit gleichsam nur hinzuwerfenwußte. So lange Deutsch geschrieben ist, hat,dünkt Mich, niemand, wie Lesfing, Deutsch ge-schrieben; und komme Man und sage, wo seineWendungen, sein Eigensinn Nicht Eigensinn derSprache selbst wären? Seit Luther, hat nie-mand die Sprache von dieser Seite so wohl ge-braucht, so wohl verstanden, In beiden Schrift-stellern hat sie nichts von der plumpen Art, vondem steifen Gange, den Man ihr zum National-EigcnthuM machen will; und doch, wer schreibtursprünglich deutscher als Luther oder Les sing?Und überhaupt, was wäre es für eine Sprache, dirnicht jedem guten 'Kopf, nachdem er sie brauchenkann, gern dienen wollte?
Ich begnüge mich, LessiNgs Arbeiten Miteinigem Urtheil durchzugchen. Einer Lobrede brauchts