ä. Gallcrie
kanntcr oder unbekannter Gegenstände, gcläuflgeroder fremder Ideen, ja selbst auf Farbe der tägli-chen Sitten, - des Geschmacks, der Sprache au,daß ohne sie das Buch der Allegorie, zumal inschweren Stein gebildet, dem großen Haufen ewigein versiegeltes Buch bleiben müßte *)., 3u einerGeschichte der Allegorie in Schriften und Kunstwer-ken gehört, dünkt mich, so ein eigner Mann alsWinkelmann es für die Geschichte der Kunst derSchönen war; cS wird zu ihr eine Art kleinenScharfsinnes erfordert, die jener bei seiner Em-pfindung fürs ungclhcilte Hohe und Große vielleichtnicht besitzen konnte. Seine Allegorie ist indessender A n f a n g einer sehr nützlichen Sammlungallegorischer Begriffe und Bilder, in der ihn dochauch sein Geist nicht verlaßt; und da der V. selbstsie nur als einen bescheidenen Anfangs-Versuch ineinem Felde, wo noch gar nichts gethan sey, an-kündigte, so hatte man lieber in seinen Gesichtspunkteingchn, als ihn roh und von der Oberfläche hertadeln sollen, zumal, ihn zu tadeln, so wenig Kunstwar. Die Kalre, mit der man dieß, immer dochWinkelmannische, Werk aufnahm, war dem gutenAlten empfindlich, und er wollte weiter nichts mehrdeutsch schreiben. Er hat leider auch sein Wort ge-halten : denn nach dem zweiten Bande seiner lVlc>-
irurnami Inaflüi übereilte ihn sein hartes bitterrsSchicksal.
*) Wir haben bas Beispiel an den Gebilden vonPersepolis.