großer und w c i s e r M a n n e r.
rZ ,3
Nachahmung der griechischen Werke, in deircn nichtsals Empfindung des Schönen lebt. InRom sing er mit der idealischen Beschreibungeinzelner Kunstwerke, des Apollo, Lcwkoon *) undandrer an; die vorgenommene Schrift von Ergän-zung der alten Bildsäulen und dergleichen,die Cavaceppl ohnstreitig besser als er schreiben- konn-te, ließ er mit gutem Fleiß liegen. Ader in derAbhandlung, das Schöne der Kunst zuempfinden **), da lebt seine Seele auf: sielebt auf, wenn er in seiner Geschichte derKunst, und wo es sey, an die Region dieser er-habnen Begriffe und Empfindungen reichet. Wassslls also heißen, wenn man sagt: seine Geschichteder Kunst sey mangelhaft und unvollständig?. Konntefies anders seyn? Wollte Winßelmann sie andersschreiben? Ist wohl ein Sinn- darin , eine vollstän-dige Geschichte der Kunst des Alterthums zu verlan-gen — da die meiste Kunst des Alterthums selbstuntergegangen ist — da von ihr, selbst so wenigeblutarme Nachrichten übrig sind, und die paarSchriftsteller über sie nur wie ein paar abgerißeneUfer dastchn? Der ganze Wald von 5 o,oc>c> Bild-säulen in Rom und aller Welt, Gemmen, -Mün-zen, Gefäße und Gebäude dazu gerechnet, sind sieetwas anders,, als ein zusammen geschleppter Haufevon Ruinen, gegen das, was in Pausanias undPlinius, geschweige in höhern Zeiten lebendige Ge-
*) Bibl. der sch. W. B. h. St. r.
**) Dresden 176b,