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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
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^großer und weiser Männer. r 23

Roußeau brauchte sies minder? — Wie es in-dessen sey, wir wollen die Namen unsrer verstorbnenEdeln nicht verhallen lassen mit dem letzten dumpfenWurf der Todtenschaufel; wir wollen sie wenigstensnach ihrem Tode kennen und schätzen lernen,da es aus so manchen Ursachen vorzüglich tcutschesSchicksal seyn mochte, oft nicht eher recht gekanntund genannt zu werden, als nach dem Tode. Ichzeichne drey Gestalten, auf die der Weg meinesDenkens naher traf; ein andrer zeichne die andern.Es ist keine Pyramide der Unsterblichkeit, die ich ih-nen errichte, oder errichten kann; ein paar rauheSteine mögens seyn, die ich, nach An der nordi-schen Heldengräber, auf ihre Todtenhügel wälze undschweigend von dannen gehe.

Aohann Winkelmann.

Geboren 1718, ermordet 1768»

Wenn Winkelmann keinen Buchstab gedruckterWerke hinlerlassen hatte: so zeigt sein Leben, so zei-gen seine Briefe und sein Schicksal, daß er ein au-ßerordentlicher Mensch war, der sich zu etwas gebo-ren fühlte. In Armuth und Kummer hatte er seineJugend vcrlohren; über die Dreyßige hinaus saß erim Schulstaube eines Städtchens, wo er die Kna-ben conjugiren lehrte, und doch verkümmerte er nicht!er verlor nicht de» Plan eines bessern Lebens. Sei-ne Liebe für die Geschichte, für Griechenland, undedlere Menschengedanken; sein Haß gegen teukscheMetaphysik, barbarische Schultheologie, und die ge-