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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
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I. Gabler ie

Sö

Endlich endigte Sickingm was Hutten angefan-gen hatte, und sprach mir diesen Leuten, wie manmit ihnen reden mußte. Sie krochen zu Kreuz, undNcnchlin hatte in seinem Alter Ruhe. — Der Bru-der Ketzcrmacher, Hochstraaten, gegen den auch inLuthers Schriften die deutsche Wahrheit zu lesen ist,soll einmal Hutten in den Niederlanden begegnet,ihm vor Schrecken und Angst zu Fuße gefallen seynund seine arme Seele schon allen Heiligen mit dem

üranches, selbst in den Schriften Luthers undErasmus würde setzt nicht geschrieben'. Daß Hut-ten aber, wie Bayle vermuthet, wenn er nochdreißig Jahre gelebt hätte, ganz Europa mit Pas-quillen würde überschwemmt haben, glaubeichnicht. In allen seinen Schriften zeigt sich oftzwar ein hitziger und brausender, nie aber einunedler Geist, und daß in Huttens, wie in desfreilich vorsichtigem Erasmus Schriften viel Atti-schen Spottes sey, ist unläugbar. Nur weil Hut-ten die Sache, die er trieb, so tief zu Herzennahm, war sein Salz scharf; er wollte nicht et-wa nur vergnügen, sondern ändern, beßern, zu-letzt auch rachen; und dann hat leider vonselbst der Spott ein Ende. Sein vir Konus,seine intercessio pro liapnione, der heroischeGesang in iriuinpliuin Io. Konoblin, seineSchriften an den Kaiser, seine Oorinunia, seinLrininius sind voll der wärmsten, edelsten Stel-len; und überhaupt gehöret nicht jede Produktionder Erde in die Zeit und Stunde, in der sie er-scheinet?