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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
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großer und weiser Männer. 7 r

„sanftem Arm: aufzuhören, mein Freunds„muß man auch wissen!" und auch hierinliegt Kopernikus Gepräge. Wer ein Maaß vonWichtigkeit, wer ein Weltall in der Seele tragt, demwird ohnmöglich jedes Kümmel - und Staubkornewige Welt der Beschäftigung seyn können.-

Was also Köpern, kus allein so ganz undlange in sich hielt, war, was wir auch in seinemGesicht lesen, die unbefangne Ruhe, das ju-gendliche V 0 rsic h b l icken ohn' Anmaaßung undPrätensionen, verbunden mit der Starke, mirder H a l t b a r k e i t auf sich sclbst, die dieGestalt des edlen Sarmaten weiset. Man stehet,der Mtinn blickt rein aus sich heraus; er ist ver-mögend, Etourderien zu begehen, (und seine Hypo-these war die größte Etourderie, die ein Sterb<sicher, ein Geistlicher zumal, zu seiner Zeit begehenkonnte) das kümmert ihn aber nicht. Er hat dieHypothese für sich und für den, der sie will; dieErde ist so wenig der Mittelpunkt seines Dascyns,als seines Weltgebäudes. — Gerade der war auchKopernikus in seinem Seyn und Wesen. Ein treuerDomherr, ein gutmüthiger edler Arzt aller Kranken,denen er wie G 0 t t A e sculap diente, und dieihn auch für Gott Aesculap hielten; ausserdemder stille Denker und Baumeister des Himmels,dessen Riß ihm in Unbefangenheit und Ruhe hinterseiner Stirn wohnet. Wenn sein Kapitel ihm Ge-schäfte anvertraute, focht er sie gegen deutsche Her-ren und Schwertritter so gerade und recht aus, alsob diese keine deutsche Herren und Schwertcitter wä-ren. Und-wenn er, bei damaliger Verwirrung für