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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
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I. Gallerie

Erde selbst war durch Pythagoras schon vomMittelpunkt der Welt gestoßen, und Philolaus,sein Jünger, ließ sie recht deutlich und eigentlich unidie Sonne wandern. Alle Stückwerke der Koperni-kanischen Mcynung waren also schon alt: er selbst

leugnete es nicht, daß er eben auf diesen Trümmernzu seinem Gebäude gekommen. Er aber war derMann von Kraft, ders baute; der dem allgemei-nen Vorurtheil entgegen, eine tobte Meynung wie-der erweckte, und, so viel seine Zeit zuließ, mitGrund und Bemerkungen in die Welt führte. DerFolgezeit kams zu, seinen halbgeweifsagten Sonnen-plan zu bewahren oder zu zerstvM; sie hat ihnbisher bewahret, und ob ein neuer Kopernikus mög-lich scy ? muß erst eine neue größere Folgezeit lehren.

Doch wir reden hier nicht von Revolutionendes Himmels, sondern des menschlichen Geistes.Wir wollen bei Kopernikus Bilde dem Leser etwasvom Manne sagen.

Nikolaus Kopernikus ward in einemLande geboren, das fast für eine literarische Wüstegilt, zu Thorn in Preußen, den 19. Febr.r§73; und ward in einem Lande erzogen, dasfast noch mehr dafür gilt, zu Krakau in Polen,wo er in der Nacheiferung mit Mitschülern der Ma-thematik schon alle die Funken fühlte, die ihm keineRuhe ließen, ihn im 23 sten Jahr nach Italien trie-ben, und den künftigen Kopernikus weckten. Inson-derheit reizte ihn der Name R eg i o m o n tan s,der damals Fackel der Welt war: er legte sich auf

Perspektiv und Mahlerei, weil er sie zu seiner Reise