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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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großer und weiser Männer. 63

denn wer unter so etwas erzogen ist, sagt Petro-niuS von der verfallnen Gelehrsamkeit seiner Zeitmit Recht, kann so wenig klug denken, als die, soin der Küche wohnen, wohl riechen; sondern daAbbt mit Empfindung und Starke, wie der ge-meine Mann, und mit Scharfsinn, wie ein Den-ker, urlheilet: so ist er, es sey denn, daß ein spie-

lender Witz seine Scharfe hintergeht, und rascheEinbildungskraft seine stille Ueberlcgung, wie miteinem Sturm von Bildern durchjagt, ein Muster.

Ja an der Vollständigkeit seines Ur-theilsgcistes, (ich sage mit Fleiß nicht: Tiefe) nochmehr: da er, „sobald er sich nur in dieser oder„jener Provinz des Reiches der Wissenschaften um-„sehen wollte, sie in schnellem Fluge, mit unglaub-lichem Fleiße, durchzog, und Proben ablegtc, daß„sie ihm bereits, gleichsam nach einer allgemeinen„Karte, bekannt sey *)!" da er sich nicht unter ei-nen Schutt von Antiken Trümmern vergrub, oder'n ein enges Gebäude der Handwerkslitteratur ein-teckerte, und da insonderheit sein reiches Gedächt-nis; ihm aus Erfahrung und Geschichte so vielzuführte, als nölhig war, sein Unheil vollstan-dig zu machen.

Wenn ich auf solche Art Abbts Geist in seinenSchriften zergliedere: so gerathe ich auf den Gedan-

) s. Müllers Vorrede.