Ihm ist dicß Leben alsdenn Ehrengedächtniß:für die Geschichte eins Urkunde und zu seinen Denk-würdigkeiten , er Hube sich denkwürdig gedacht, odergehandelt, ein Commentar. Abbt hat einen Freundgefunden, der unS sein Leben*), sein Bild,und seine Schriften zum Geschenk macht, undihm ein Ehrengedächtniß aufricdtet, das bender wür-dig ist: dessen, der cS schrieb, und von dem eshandelt.
Alle Parentationcn in Zeitungen und Journaleȟbergehe ich: denn tvenn Abbts Schriften sich nicht
selbst Denkmal sind, so dürste das Notabene inden meisten Büchern dieser Art mit ziemlich aus-loschbarer Tinte geschrieben seyn; und so auch dasvrs, xro nokis l das ein neuer Erasmus**) ziem-lich unerwartet und sonderbar an den Schatten un-sers Schriftstellers ausstoßt. Nur das Zeugniß mußich nennen, mit welchem Abbts Lehrer***) das unsangestorbne Fragment seiner Geschichte in die Welt«inführt: es wirft nämlich einige Strahlen mehrauf die Denkart Abbts.
Vorzüglich aber preise ich die PlatonischeSchrift****), in welcher das Andenken derselben ge-
*) S. Abbts Ehrengedächtniß von Friedrich Nicolar,Bert. 17L7.
**) E. Xlotrii sats literar. Vol. IV, I?. 1. p. 12»
*") Millers Borrede zu Abbts Fragment der- Weltge-schichte.
****) Phädon, oder über die Unsterblichkeit der Seelevon Moses Mendelssohn, Berlin, «767,