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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2 !^

es nach Gefallen über sich regieren. Es ziehet alsounaufhörlich nieder, wenn der Geist hinauf, wenndas Herz in einen frepen Kreis will; und da fürein sinnliches Geschöpf die Gegenwart immer lebhaf-ter ist, als die Entfernung, und das Sicheraremächtiger auf dasselbe wirkt, als das Unsichtbare:so ist leicht zu erachten, wohin die Wage der bcxdcNGewichte überschlagen werde. Wie wenig reinerFreuden, wie wenig reiner Erkenntnis! und Tugendist der Mensch fähig»" und wenn er ihrer fähigwäre, wie wenig ist er an sie gewöhnt! Die edel-sten Verbindungen hienieden werden von niedrigenTrieben, wie die Schifffahrt des Lebens von widri-gen Winden, gestört, und der Schöpfer, barmher-zig-strenge , hat beyde Verwirrungen ineinander ge-ordnet, um eine durch die andre zu zähmen, unddie Sprosse der Unsterblichkeit mehr durch rauheWinde, als durch schmeichelnde Weste in uns zuerziehen. Ein vielversuchter Mensch hat viel gelernt:ein träger und müßiger weiß nicht, was in ihmliegt, noch weniger weiß er mit fclbstgefühltcr Freude,was er kann und vermag. Das Lc"'cn ist also einKampf, und die Blume der reinen, unsterblichenHumanität: eine schwererrungene Krone. Den Läu-fern steht das Ziel am Ende; den Kämpfern um dieTugend wird der Kran; im Tode.

3. Wenn höhere Geschöpfe also auf uns blicken:so mögen sie uns, wie wir die Mittelgattun-gen, betrachten, mit denen die Natur aus einemElement ins andre übergehet. Der Strauß schwingtmatt seine Flügel nur zum Laufe, nicht zum Fluge:sein schwerer Körper zieht ihn zum Boden. Indessenauch für ihn und für jedes Mittelgeschöpf hat die