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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
238
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2.' Id"» zur Philosophie

das Leben des Menschen hienicden auf eine Ewigkeitberechnet ist: so wenig ist die runde, sich immer be-wegende Erde eine Werkstatt« bleibender Kunstwerke,ein Garten ewiger Pflanzen, ein Lustschloß ewigerWohnung. Wir kommen und gehen, jeder Augen-blick bringt Tausende her und nimmt Tausende tnn-weg von der Erde: sie ist eine Herberge für Wan-derer , ein Irrster» , auf dem Zugvögel ankommenund Zugvögel wegeilen. , Das Thier lebt sich ans,und wenn cs auch höhern Zwecken zufolge sich denJahren nach nicht auslcbet: so ist doch sein innererZweck erreicht, seine Geschicklichkeiten sind da, undes ist, was cs scyn soll. Der Mensch allein ist imWiderspruch mit sich und mit der Erde: denn dasausgcbildctste Geschöpf unter allen ihren Organisatio-nen ist zugleich das unausgebildetste in seiner eignenneuen Anlage, auch wenn er lcbenssatt aus der Weltwandert. Die Ursache ist offenbar die, daß sein Zu-stand, der letzte für diese Erde, zugleich der erllefür ein andres Daseyn ist, gegen den er wie einKind, in den ersten Uebungcn hier erscheinet. Erstellet also zwey Welten auf einmal dar; und dasmacht die anscheinende Duplicitat seines Wesens.

2. Sofort wird klar, welcher Theil bey denmeisten hienieden der herrschende scyn werde. Dergrößestc Theil des Menschen ist Thier; zur Humani-tät hat er blos die Fähigkeit auf die Welt gebracht,und sie muß ihm durch Mühe und Fleiß erst ange-bildet werden. Wie wenigen ist es nun auf dierechte Weise angebildet worden! und auch bey denbesten, wie fei» und zart ist die in ihnen aufge-pflanzte göttliche Blume! Lebenslang will das Tbierüber den Menschen herrschen, und die meisten lassen