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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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23 c, Ideen zur Philoso pHie

liche Humanität im reinen und weiten Umfange desWorts eigentliches Studium des Lebens;die meisten fangen nur spat an, daran zu denken,und auch bey den besten ziehen niedrige Triebe den er-habenen Menschen zum Thier hinunter. Wer unterden Sterblichen kann sagen, daß ec das reine Bildder Menschheit, das in ihm liegt, erreiche oder erreichthabe?

Entweder irrte sich also der Schöpfer mit demZiel, das er uns vorsteckte, und mit der Organisa-tion, die er zu Erreichung desselben so künstlich zu-sammen geleitet hat: oder dieser Zweck geht über

unser Daseyn hinaus, und die Erde ist nur einUcbungsplatz, eine Vorbcreitungs statte.Auf ihr mußte freylich noch viel Niedriges dem Er-habensten zugesellet werden, und der Mensch im Gan-zen ist nur eine kleine Stufe über das Thier erho-ben. Ja auch unter den Menschen selbst mußte diegrvßeste Verschiedenheit statt finden, da alles aufder Erde so vielartig ist, und in manchen Gegendenund Zuständen unser Geschlecht so tief unter demJoch des Klima und der Nothdurfc lieget. DerEntwurf der bildenden Vorsehung mußte also allediese Stufen, diese Zonen, diese Abartlingen miteinem Blick umfaßt haben, und den Menschen inihnen allen weiter zu führen wissen, wie er die nie-drigen Kräfte allmählich und ihnen unbewußt höherführet. Es ist befremdend und doch unlaugbar, daßunter allen Erdbewohnern das menschliche Geschlechtdem Ziel seiner Bestimmung am meisten fern bleibt.Jedes Thier erreicht, was es in seiner Organisationerreichen soll; der einzige Mensch erreichts nicht,eben weil sein Ziel so hoch, so weit, so unendlich