der Geschichte der Menschheit. 22^
ren, bis ich erwache in ihrem — oder vielmehr imscheuern Bilde einer himmlischen Jugend.
V.
Unsre Humanität ist nur Vorübung, dieKnospe zu einer zukünftigen Blume.
^Oir sahen, daß der Zweck nnscrs jetzigen Daseynsauf Bildung der Humanität gerichtet sei), deralle niedrige Bedürfnisse der Erde nur dienen undselbst zu ibr führen sollen. Unsre Vernunftfälngkcitsoll zur Vernunft, unsre feinem Sinne zur Kunst,unsre Triebe zur achten Freyheit und Schone, unsreBewegungskrafte zur Menschenliebe gebildet werden;entweder wissen wir nichts von unsrer Bestimmung,und die Gottheit täuschte uns mit allen ihren Anla-gen von innen und außen, (welche Lästerung auchnicht einmal einen Sinn hat,) oder wir können die-ses Zwecks so sicher seyn, als Gottes und unsersDaseyns.
Und wie selten wird dieser ewige, dieser unend-liche Zweck hier erreicht! Bey ganzen Völkern liegtdie Vernunft unter der Thierhcit gefangen, dasWahre wird auf den irresten Wegen gesucht, unddie Schönheit und Aufrichtigkeit, zu der uns Gotterschuf, durch Vernachlaßigung und Ruchlosigkeitverderbet. Bey wenigen Menschen ist die gottähn-