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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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umher rücken, und für gewisse Jahre, für Substan-tiven und Namen eigene Protokolle führen; oder sind dieIdeen mit dem Gehirn verhärtet: so müßten sie alleverhärtet seyn, und doch ist bey den Alten eben dasAndenken der Jugend noch so lebhaft. Zu einer Zeit,da sie, ihrem Organ gemäß, nicht mehr rasch vcr»binden oder flüchtig durchdenken kan», halt sie sichdesto fester an daS crworbne Gut ihrer schöner» Jah-re, über das sie, wie über ihr Eigenthum, waltet.Unmittelbar vor dem Tode und in allen Zuständen,da sie sich vom Körper weniger gefesselt fühlt, er-wacht dies Andenken mit aller Lebhaftigkeit der Jrr-gendfreude, und die Glückseligkeit der Alten, dieFreude der Sterbenden beruhet grösstentheils darauf.Vom Anfänge des Lebens an scheint unsre Seele nurEin Werk zu haben, inwendige Gestalt, Formder Humanität zu gewinnen, und sich in ihr,wie der Körper in der seinigcn, gesund und froh zufühlen. Auf dies Werk arbeitet sie so unablässig undmit solcher Sympathie aller Kräfte, als der Körpernur immerdar für seine Gesundheit arbeiten kann,der, wenn ein Theil leidet, es sogleich ganz fühlt,und Säfte anwendet, wie er sie kann, den Bruch zuersetzen und die Wunde zu heilen. Gleicher Weisearbeitet die Seele auf ihre immer hinfällige und oftfalsche Gesundheit: jetzt durch gute, jetzt durch trüg-liche Mittel, sich zu beruhigen und fortzuwirkcn. Wun-.derbar ist die Kunst, die sie dabcy anwendet, und un-ermeßlich der Vorrath von Hülfs - und Heilmitteln,den sie sich zu verschaffen weiß. Wenn einst die S c-miotik der Seele studirt werden wird, wie dieSemiotik des Körpers, wird man in allen Krank-heiten derselben ihre so eigne geistige Natur erkennen,