Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
223
Einzelbild herunterladen
 

der Geschichte der Menschheit. 22I

Krankheit, entweder Schwachheit oder Fieber, d i.Verrückung wird; auch Er endlich treibet dieses Ge-schäft seines innern Lebens mit einer genialischenKraft, i» welcher sich Liebe und Haß, Abneigunggegen das mit ihm Ungleichartige, Zuneigung zudem, was seiner Natur ist, wie beym irdischenLeben äußert. Kurz, es wird in uns, (ohne Schwär-merei) zu reden,) ein i n n er er ge i stige r Men schgebildet, der seiner eignen Natur ist, und denKörper nur als Werkzeug gebrauchet, ja, der sei-ner eignen Natur zufc-lge auch Key den ärgstenZerrüttungen der Organe handelt. Je mehr die See-le durch Kr^nheit oder gewaltsame Zustände der Lei-denschaften von ihrem Körper getrennt und gleich-sam gezwungen ist, in ibrer eignen Ideenwelt zu'wandeln: desto sonderbarere Erscheinungen bemerkenwir Won ihrer eignen Macht und Energie in derJdeenschöpfung oder Jdeenverbindung. Aus Ver-zweiflung irret sic jetzt in den Scenen ihres vorigenLebens umher, und da sie von ihrer Natur undskreM Werke, Ideen zu bilden, nicht ablassenkann, bereitet sie sich jetzt «ine neue wildeSchöpfung.

3 . Das hellere Bewußtseyn, dieser großeVorzug der Menschlichen Seele, ist derselben aufeine geistige Weise und zwar durch dieHumanität allmählich erst zu gebildetworden. Ein Kind hat noch wenig Bewußtseyn;ob seine Seele gleich sich unablässig übt, zu dem-selben zu gelangen, und sich seiner selbst durch alleSinnen zu vergewissern Alles sein Streben nach Be-griffen hat den Zweck, sich in der Welt Gottesgleichsam zu besinnen, und seines DaseynS mit