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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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2L2 Ideen zur Philosophie

eitles zwar organischen- aber dennoch eigenmächti-gen, nach Gesetzen geistiger Verbindung wirkendenWesens.

2. Die künstlicbe Bildung unsrerIdeen von Kin dheit auf erweiset dasselbe, undder langsame Gang, auf welchem die Seelenicht nur spat ikrer selbst bewußt wird, sondern auchmit Mühe ihre Sinne brauchen lernet. Mehr als EinPsycholog har die Kunststücke bemerkt, mit der einKind von Farbe, Gestalt, Größe, Entfernung Begrifferhalt, und durch die cs sehen lernet. Der kör-perliche Sinn lernt nichts: denn das Bild mablek

sich den ersten Tag aufs Auge, wie es sich denletzten des Lebens mahlen wird; aber die Seeledurch den Sinn lernt messen, vergleichen, geistigempfinden. Hiezu hilft ihr das Ohr, und die Spra-che ist doch gewiß ein geistiges, nicht körperlichesMittel der Jdeenbildung. Nur ei« Sinnloser kannSchall und Wort für einerley nehmen; und wiediese beyde verschieden sind, ists Körper und See-le, Organ und Kraft. Das Wort erinnert an dieIdee, und bringt sie aus einem andern Geiste zuuns herüber; aber es ist sie nicht selbst, und ebenso wenig ist das materielle Organ Gedanke. Wieder Leib durch Speise zunimmt, nimmt unser Geistdurch Ideen zu, ja wir bemerken bey ihm eben dieGesetze der A s s i m u l a t i o n, des Wachs-lhumS und der H e r vo r b r i n g u ng, nur nichtauf eine körperliche, sondern eine ihm eigne Wei-se. Auch er kann sich mit Nahrung überfüllen, daßer sich dieselbe nicht zuzueignen und in sich zu ver-wandeln vermag; auch Ec hat eine Symmetrie sei-ner geistigen Kräfte,, von welcher jede Abweichung