der Geschichte der Menschheit. 209
es ist dieser Weg der einzige, den uns in allen ihrenMerken die kraft- und lebenreiche Natur durch einefortgeheude Analogie gleichsam aufdringt.
Man würde mich unrecht verstehen, wenn manmir die Ncynung zuschriebe, als ob, wie Einige sichausgedrückt baben, unsre vernünftige Seelesich ihren Körper im Mutterleibs und zwar durchVerneinst gebauet habe. Wir haben gesehen, wiespat die Gabe der Vernunft in uns angebaut werde,und daß wir zwar fäbig zu ihr auf der Welt er-scheinen , sie aber weder eigenmächtig besitzen nocherobern mögen. Und wie wäre ein solches Gebildeauch für die reifste Vernunft des Menschen mög-lich? da wir dasselbe in keinem Theile weder voninnen noch außen begreifen, und selbst der größesteLhcil der. Lebensverrichtunqen in uns ohne das Bc-wußtsevn und den Willen der Seele fortgeht. Nichtunsre Vernunft war's, die den Leib bildete, sondernder Finger der Gottheit, organische Kräfte. Siehatte der Ewige auf dem großen Gange der Natur-so weit binaufgeführt, daß sie jetzt von seiner Handgebunden, in einer kleinen Welt organischer Materie,die er ausgesondert und zur Bildung des jungen We-sens sogar eigen umhüllt hat, ihre Schöpfungsstättefanden. Harmonisch vereinigten sie sich mit ihremGebilde, in welchem sie auch, so lange es dauert,ihm harmonisch wirken; bis, wenn dies gebrauchtist, der Schöpfer sie von ihrem Dienste abruft, undihnen eine andre Wirkungsstätte bereitet.
Wollen wir also dem Gange der Natur folgen,,so ist offenbar:
1. Daß Kraft und Organ zwar innigft^verbunden, nicht aber eins und dasselbePhilos. u. Gesch. III. LH. O I-leen I.