2»ö Ideen zur Philosophie
der lebendige Neitz und ein zähes Leben durch olleGlieder herrschet, mithin feist Alles Produktions- undNeproduktionskrast ist, bedarf die Frucht der Bele-bung oft nur außer Mutterleibe. Je viclartiger derOrganisation .nach die Geschöpfe werden: desto un-kenntlicher wird das, was man Key jenen den Keimnannte; es ist organische Materie, zu der le-bendige Kräfte kommen müssen, sie erst zur Gestaltdes künftigen Geschöpfs zu bilden. Welche Auswir-kungen gchcn im Ey eines Vogels vor, che die FruchtGestalt gewinnt und sich diese vollendet! Die orga-nische Kraft muß zerrütten, indem sie ordnet: siezieht Theile zusammen und treibt sie auseinander;ja es scheint, als ob mehrere Kräfte im Wettstreitewaren, und zuerst eine Mißgeburt bilden wollten,bis sie in ihr Gleichgewicht treten, und das Geschöpfdas wird, was cs seiner Gattung nach sepn soll.Siehet man diese Wandlungen, diese lebendigen Wir-kungen sowohl im Ey des Vogels als im Mutter-leibe des Thiers, das Lebendige gebäret: so, dünktmich, spricht man uneigentlich, wenn man von Kei-men , die nur entwickelt würden, oder von einerEpigenesis redet, nach der die Glieder von außenzuwüchsen. Bildung (ßenssio) jst's, eine Wir-kung innerer Kräfte, denen die Natur eine Massevorbereitet hatte, die sie sich zubilden, in der sie sichsichtbar machen sollten. Dies ist die Erfahrung derNatur: dies bestätigten die Perioden der Bildung inden verschiedenen Gattungen von mehr oder minderorganischer Viclartigkeit und Fülle von Lebenskräf-ten : nur hieraus lassen sich die Mißbildungen derGeschöpfe durch Krankheit, Zufall, oder durch dieVermischung vcrschiedner Gattungen erklären, und
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