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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 207

Zustand der Materie lange nicht genug cinftbe, umihr das Dcnken oder andre geistige Kräfte abzufpre-chcn: mich dünkt, sie haben in bcydcm Recht. Ei-nen Geist, der ohne und außer aller Materie wirket,kennen wir nicht; und in dieser sehen wir so vielegeistahnliche Kräfte, daß mir ein völliger Gegen-satz und Widerspruch dieser beydcn, allerdingssehr verschiednen, Wesen des Geistes und der Ma-terie , wo nicht selbst widersprechend, so doch wenig-stens ganz unerwiesew scheinet. Wie können zwcyWesen gemeinschaftlich und innig harmonisch wirken,die, völlig ungleichartig, einander wesentlich entgegenwaren? und wie können wir dies bebauptcn, dauns weder Geist noch Materie im Innern bekannt

ist?

Wo wir eine Kraft wirken sehen, wirkt sic al-lerdings in einem Organe, und diesem barmonisch;ohne dasselbe wird sie unfern Sinnen wenigstens nichtsichtbar: mit ihm aber ist sie zugleich da, und wennwir der durchgehenden Analogie der Natur glaubendürfen, so hat sie sich dasselbe zugebildet. Prä-focmirte Keime, die seit der Schöpfung bereit lagen,hat kein Auge gesehen; was wir vom ersten Augen-blicke des Werdens eines Geschöpfs bemerken, sindwirkende organische Kräfte. Hat ein einzelnesWesen diese in sich; so erzeugt es selbst: sind dieGeschlechter getheilt, so muß jedes derselben zur Or-ganisation des Abkömmlings beytragcn, und zwarnach der Verschiedenheit des Baues auf eine ver-schiedene Weise. Geschöpfe von Pflanzcnnatur, derenKräfte noch einartig, aber desto inniger wirken, ha-ben nur einen leisen Hauch der Berührung nölhig,ihr Selbstcrzcugtes zu beleben; auch in Thieren, wo