der Geschichte der Menschheit. 2o5
geschickt, daß die vegetircnde Kraft in ihm fortwirke:der Baum, der sich satt an Früchten getragen, stirbt:die Maschine ist hinfällig geworden, und das Zu-sammengesetzte geht auseinander. Hieraus folget aberim mindesten nicht, daß die Kraft, die diese Tbeilebelebte, die vegctiren und sich so mächtig fortpflan-zen konnte, mit dieser Dekomposition gestorben sey^,sie, die über tausend Kräfte, die sie anzog, in die-ser Organisation herrschte: Jedem Atom der zerleg-ten Maschine bleibt ja seine untere Kraft; wie vielmehr muß sie der mächtiger» bleiben, die in dieserFormung jene alle zu einem Zwecke regierte, und inihren engen Granzen mit allmächtigen Nnturcigcn-schaften wirkte. Der Faden der Gedanken zerreißt,wenn man es sich als natürlich denket, daß diesGeschöpf jetzt in jedem seiner Glieder die mäch-tige, sich selbst erstattende, rcitzbare Selbsttharigkeithaben soll, wie sie sich uns vor Augen äußert; daßaber den Augenblick darauf alle diese Kräfte, die le-bendigen Erweise einer inwohnenden organischen All-macht , aus dem Zusammenhänge der Wesen, ausdem Reiche der Realität so hinweg seyn sollen, alswaren sie nie darinnen gewesen. «
Und bey der reinsten und thätigsten Kraft, diewir auf E>:den kennen, sollte dieser Gedankenwider-spruch statt finden, bey der menschlichen Seele? Sie,die über alle Vermögen niedrigerer Organisationen soweit hinaufgerückt ist, daß sie nicht nur mit einerArt Allgegenwart und Allmacht tausend organischeKräfte meines Körpers als Königin beherrschet: son-dern auch (Wunder aller Wunder!) in sich selbst zublicken und sich zu beherrschen vermag. Nichts gehthienieden über die Feinheit, Schnelle und Wirksam-