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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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der Geschichte dcr Menschheit. rL5

diesen Neigungen die erlesenste Ordnung. Wie diegerade Linie die festeste ist, so hat auch der Menschzur Beschütztem; seiner von außen den kleinsten Um-fang/ von innen die vielartigste Schnellkraft. Ersteht auf der kleinsten Basis, und kann also amleichresten seine Glieder decken; der Punkt seinerSchwere fallt zwischen die lenksamsten und stärkstenHüsten, die ein Erdengcschöpf hat, und wo keinThier die regsame Stärke des Menschen beweise!.Seine gedrücktere eherne Brust, und die Werkzeugeder Arme eben an dieser Stellung geben ihm vonoben den weitesten Umkreis der Verthcidigung, seinHerz zu bewahren, und seine edelsten Lebcnstheilevom Haupt bis zu den Knien hinab zu schirmen. Esist keine Fabel, daß Menschen mit Löwen gestrittenund sie übermannt haben: dcr Afrikaner nimmt esmit mehr als Einem auf, wenn er Behutsamkeit,List und Gewalt verbindet. Indessen ists wahr,daß der Bau des Menschen vorzüglich auf die Ver>theidigung, nicht auf den Angriff gerichtet ist; indiesem muß ihm die Kunst zu Hülfe kommen, injener aber ist er von Natur das kräftigste Geschöpfder Erde. Seine Gestalt selbst lehret ihn also Fried-lichkeit, nicht räuberische Mvcdverwüstung: der

Humanität erstes Merkmal.

2 . Unter den Trieben, die sich auf Andere be-ziehen, ist dcr G e sc hl e c h t S t r i e b der mächtig-ste; auch Er ist beym Menschen dem Bau der Hu-manität zugeordnet. Was bey dem vierfüßigen Thierc,selbst bey dem schamhaften Elephanken, Begattungist, ist bey ihm, seinem Bau nach, Kuß und Um-armung. Kein Thier hat die menschliche Lippe, de-ren feine Oberrinne bey der Frucht des Mutterlei-