184 Ideen zur Philosophie
von der ihnen selbst fremden Zusammcnsügung er-löset. Die Natur hat also an die brechliche Hüttedes menschlichen Leibes alle Kunst verwandt, die einGebilde der Erde fassen konnte; und selbst in dem,was das Leben kürzt und schwächt, hat sie wenig-stens den kürzern mit dem empfindlicher»Genuß, die aufreibende mit der innig er-ge-fühlten Kraft vergolten.
VI.
Zur Humanität und Religion ist der Menschgebildet.
^ch wünschte, daß ich in das Wort Humanitätalles fassen könnte, was ich bisher über des Men-schen edle Bildung zur Vernunft und Freyheit, zufeincrn Sinnen und Trieben, zur zartesten« und stärk-sten Gesundheit, zur Erfüllung und Beherrschungder Erde gesagt habe: denn der Mensch hat keinedleres Wort für seine Bestimmung, als Er selbstist, in dem das Bild des Schöpfers unsrer Erde,wie es hier sichtbar werden konnte, abgedcuckt lebet.Ilm seine edelsten Pflichten zu entwickeln, dürfen wirnur seine Gestalt zeichnen.
Alle Triebe eines lebendigen Wesens lassen sichauf die Erhaltung seiner selbst und auf eineTbeilnehmung oder Mittheilung an Andrezurückführen; das organische Gebäude des Men-schen gibt, wenn eine höhere Leitung dazu kommt,